Die Bevölkerung in Deutschland wird in den nächsten Jahrzehnten immer kleiner und dabei gleichzeitig immer älter werden. Prognosen gehen davon aus, dass in 40 bis 50 Jahren in Deutschland auf eine Geburt zwei Sterbefälle kommen. Die Folgen dieses demographischen Wandels haben weit reichende Auswirkungen auf das Sozial- und Gesundheitssystem.
Gerade Gefäßerkrankungen haben in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen – fast jeder fünfte Patient in deutschen Hausarztpraxen hat eine periphere arterielle Verschlußkrankheit und damit ein stark erhöhtes Risiko, frühzeitig einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall zu erleiden.
Das Bild der Gefäßchirurgie hat sich in den letzten Jahren erheblich verändert und weiterentwickelt. Stand früher die alleinige operative Therapie von Gefäßkrankheiten im Vordergrund, so werden heute nahezu 70 % aller Gefäßeingriffe durch minimal invasive Katheterverfahren oder im Rahmen von Kombinationseingriffen durchgeführt.
Das seit 2003 von der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie zertifizierte Gefäßzentrum im Luisenhospital bietet eine optimale Versorgung bei der Behandlung von Gefäßkrankheiten. Die verschiedenen Fachrichtungen am Hause sowie niedergelassene Kollegen arbeiten kooperativ Hand in Hand und ermöglichen auf diese Weise eine umfassende, ganzheitliche Gefäßmedizin – hierbei wird ganz besonderer Wert auf die Prävention (Vorbeugung) von Gefäßerkrankungen gelegt.