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Luisenhospital Aachen, Evangelischer Krankenhausverein zu Aachen von 1867
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Gefäßchirurgie

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Chefarzt
Dr. med. Ulrich Radtke
Arzt für Chirurgie, Gefäßchirurgie
und Phlebologie
Endovaskulärer Spezialist



Abteilungsgröße
2 Stationen mit 60 Betten
3 Intensivbetten
2 Operationssäle
Gefäßambulanz


"Immer am Puls der Zeit"

Dank des Fortschrittes in der Medizin werden die Menschen in Deutschland immer älter. Diese an sich sehr erfreuliche Tatsache hat aber auch eine Kehrseite: Begünstigt durch die steigende Lebenserwartung haben Gefäßerkrankungen in den letzten Jahrzehnten stark zugenommen – Prognosen gehen davon aus, dass diese Entwicklung weiter anhält.
 
Für die Gefäßmedizin bedeutet das einen steigenden Bedarf an Diagnostik und Therapie für Gefäßkrankheiten. Die Gefäßchirurgische Klinik des Luisenhospitals hat die Weichen vorausschauend und bereits frühzeitig gestellt – seit 2003 ist sie von der Deutschen Gesellschaft für vaskuläre und endovaskuläre Chirurgie als zertifiziertes Gefäßzentrum Aachen anerkannt.
 
Über uns
 
Sie werden von einem achtköpfigen Ärzte-Team und einem qualifizierten, engagierten Pflege-Team persönlich und individuell abgestimmt auf die jeweiligen Bedürfnisse rund um die Uhr betreut.
Der erste Kontakt findet in unserer Gefäßsprechstunde statt, in der wir Sie 7 Tage in der Woche und nach Terminvereinbarung willkommen heißen. Die Untersuchung von Hals-, Bauch-, Becken- und Beinschlagadern sowie die Venenuntersuchungen erfolgen nach neuesten Gesichtspunkten mit den modernsten Geräten. Darüber hinaus stehen für eine weiterführende bildgebende Gefäßdiagnostik sämtliche radiologische Verfahren rund um die Uhr zur Verfügung (Computertomographie (CT), Kernspintomographie (MRT), Digitale Subtraktionsangiographie (DSA)) – somit ist eine umfassende, schmerzfreie und minimal-invasive Diagnostik gewährleistet.
 
Kleinere operative Eingriffe werden im ambulanten Operationszentrum durchgeführt, die operative Therapie der Schlagadern erfordert hingegen eine stationäre Behandlung. Bei Risikopatienten und nach größeren operativen Eingriffen ist eine intensivmedizinische Betreuung gewährleistet-
 
Durch kurze Liegezeiten in angenehmer Wohlfühlatmosphäre unter intensiver pflegerischer und ärztlicher Betreuung werden Sie Ihren Aufenthalt in der Gefäßchirurgischen Klinik des Luisenhospitals in guter Erinnerung behalten.

Medizin und Technik

Zur angiologischen und phlebologischen Diagnostik kommen modernste technische Geräte für die Farbduplex-Sonographie, extracranielle und periphere Ultraschalldopplersonographie und Phlebodynamometrie zum Einsatz. Mit diesen Geräten können Erkrankungen der Halsgefäße, der Bauchschlagader, der Beckengefäße, der Arm- und Beinschlagader sowie der Venen risikolos untersucht werden.
Für die weitergehende Gefäßdiagnostik stehen in der Radiologischen Klinik ebenfalls sämtliche radiologischen Verfahren, seit neuestem auch die Kernspin-Tomographie zur Verfügung. Hierdurch wird eine neue Akzentsetzung in der Bildgebung der Gefäße möglich.

Der Hochleistungs-Kernspintomograph ist in der Lage, alle Gefäßprovinzen des Körpers ohne Röntgenstrahlen und ohne Röntgenkontrastmittel darzustellen. Es können nun auch Patienten untersucht werden, die bisher aufgrund ihrer Vorerkrankung, z.B. einer Kontrastmittelunverträglichkeit oder aufgrund einer Nierenerkrankung, nicht oder nur unter größtem Risiko untersucht werden konnten. Gefäßchirurgie und Radiologie werden an diesem Gerät an der vordersten Front der Bildgebung gemeinsam arbeiten und werden neben der klinischen Routine auch die Wertigkeit der verschiedenen Untersuchungsmethoden, Ultraschalluntersuchung, Duplexsonographie sowie konventionelle digitale Substraktionsangiographie, wissenschaftlich vergleichen können.
Aus diesem Grunde steht den Ärztinnen und Ärzten des Luisenhospitals noch zusätzlich ein ausgebildeter Kernspin-Physiker zur Seite. Notfallbehandlungen und Notfallaufnahmen werden das ganze Jahr über zu jeder Tages- und Nachtzeit durchgeführt.

Schwerpunkte der Abteilung

Operationen/Behandlung

Halsschlagadern
Bauchschlagader
Durchblutungsstörungen
Krampfadern/Beinvenenthrombosen
Diabetes mellitus


Halsschlagadern

Diese Operationen werden durchgeführt (ca. 250 Eingriffe pro Jahr) zur Verhütung eines Schlaganfalls, der aufgrund von Durchblutungsstörungen der Hirnarterien eine der häufigsten Todesursachen darstellt und auch im Überlebensfalle die Persönlichkeit eines Menschen nachhaltig verändern kann. Die Rekonstruktion der Halsgefäße kann bei einer geringen operativen Belastung und sehr geringem operativem Risiko einem Schlaganfall wirkungsvoll vorbeugen. Auf diesem Gebiet wurde die Diagnostik durch bildgebende Ultraschallverfahren in Kombination mit Flußmessung (Farbduplex-Sonographie), durch die Digitale Subtraktionsangiographie (DSA), durch die Computertomographie (CT) und durch die Kernspintomographie (NMR) deutlich verbessert.

Bauchschlagader

Zum anderen gehören die Operationen an der Bauchschlagader bei Aneurysmen (Aussackungen) oder bei Verschlüssen beziehungsweise Einengungen zu den Schwerpunkteingriffen der Abteilung (ca. 130 Operationen pro Jahr). Exzellent ausgebildete Operateure, kurze Operationszeiten, sachkundige Betreuung durch qualifiziertes Personal und gute interdisziplinäre Zusammenarbeit ermöglichen ein niedriges Operationsrisiko und niedrige Komplikationsraten.

Durchblutungsstörungen

Die Behandlung von Durchblutungsstörungen (Schaufensterkrankheit, Raucherbein) an den Beinschlagadern (Arterien) zählt zu den Hauptaufgaben der Abteilung. Sämtliche konservativen oder operativen Behandlungsverfahren kommen zur Anwendung. Neben den etablierten operativen Methoden (Ausschälplastik, Bypass) werden moderne minimalinvasive Techniken wie die Ballonkathederaufdehnung (PTA) oder Einbringen von Gefäßstützen (Stent) zunehmend angewandt.

Krampfadern / Beinvenenthrombosen

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Behandlung des Krampfaderleidens und der Beinvenenthrombosen. Es werden jährlich über 500 Krampfader-Operationen, zum Teil ambulant durchgeführt. Alle Behandlungsformen der Beinvenenthrombosen von der Gerinnungsherabsetzung durch Heparin, der Auflösung von Thromben durch Medikamente (Lyse) bis zur operativen Thrombenentfernung werden vorgenommen. Unterschenkelgeschwüre (Ulcera cruris) haben unterschiedliche Ursachen und bedürfen zum Teil eines stationären Aufenthaltes, in dem eine differentialdiagnostische Abklärung und intensive Behandlung vorgenommen werden kann.

Diabetes mellitus

Komplikationen der Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) sind häufig Einengungen und Verschlüsse großer und kleiner Gefäße. Dazu kommt oft eine Gefühlsstörung, so daß insbesondere an Zehen und Füßen Durchblutungsstörungen und Wunden auftreten können. Nur durch rechtzeitige adäquate konservative oder operative Therapie zumeist unter Mitbetreuung durch die diabetologische Abteilung der Medizinischen Klinik unseres Hauses gelingt es, die Durchblutung wieder zu verbessern und größere Gliedmaßenamputationen zu vermeiden. Bei Diagnostik und Therapie kann das ärztliche und pflegerische Team auf modernste technische und wissenschaftliche Verfahren zurückgreifen.
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Ansprechpartner

Ansprechpartner

Zentrale
Telefon: +49 (0)241/414-0

Sekretariat
Frau Elke Böhr

Telefon: +49 (0)241/414-2278
                                -2207

Fax:        +49 (0)241/414-2276

eMail schreiben:
gefaesschirurgie@luisenhospital.de

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Reisestipendium

Ein Bericht von Dr. U. Radtke

Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie - Reisestipendium 2005

Besuch der Kliniken für Gefäßchirurgie im Kaiserpermanente Medical Center, Moanalua, Hawaii und in der Stanford Universität, Palo Alto, Californien. Die Reise fand Ende Juli - Anfang August 2007 statt und in beiden Kliniken wurde jeweils eine Woche mit dem Gefäßchirurgischen Team verbracht.

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