Stentgraftimplantation
Neue schonende gefäßchirurgische Operationsmethode erstmals in Aachen am Luisenhospital durchgeführt.
Am 7.2.2007 wurde erstmals in Aachen eine minimal invasive Ausschaltung einer Aussackung der Bauchschlagader unter Einbeziehung der Nieren- und Eingeweideschlagadern durchgeführt. Bei dieser Operation handelt es sich um eine Weiterentwicklung eines bereits etablierten Verfahrens, bei welchen eine Aussackung der Bauchschlagader (Aneurysma) mit einer inneren Gefäßstütze stabilisiert wird (endovasculäre Stentgraftimplantation). Bisher war es in Aachen lediglich möglich, Erweiterungen der Bauchschlagadern zu behandeln, welche ca. 1-2 cm unterhalb der Nierenschlagadern (diese entspringen der Bauchschlagader) begannen, durch dieses schonende Verfahren zu behandeln. Eine für den Patienten speziell in Australien handgefertigte Gefäßstütze mit Aussparungen für die Nieren- und Eingeweideschlagadern (fenestrierte Stentgraftprothese) wurde am 7.2.2007 mit Erfolg am Luisenhospital in Aachen in der Klinik für Gefäßchirurgie durchgeführt.
Die Kosten für die Operation belaufen sich auf ca. 35.000 € und werden im Einzelfall von den gesetzlichen Krankenversicherungen übernommen. Das Luisenhospital in Aachen ist somit eine von 6 Kliniken in Deutschland, in der dieses Verfahren durchgeführt wird. Durch dieses neue Verfahren wird in Zukunft im zertifizierten Gefäßzentrum am Luisenhospital in Aachen die Möglichkeit gegeben sein, auch größere, kompliziertere Erweiterungen - nicht nur der Bauchschlagader, sondern auch der Brustschlagader und die Kombination der selben schonend zu behandeln. Bisher konnten die so genannten thorako-abdominellen Übergangsaneurysmen nur durch eine offene Operation mit einer leider sehr hohen Komplikationsrate behandelt werden. Durch dieses neue schonende Verfahren kommt die Ausschaltung solcher Aussackungen nun auch bei Patienten in Betracht, bei denen eine offene Operation bisher nicht möglich war.
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